Artikel: Herbstroutine, Kürbissuppe & Kerzenlicht: Das Leben ist schön
Herbstroutine, Kürbissuppe & Kerzenlicht: Das Leben ist schön
Ich liebe den Herbst, vor allem wenn er so golden ist, wie wir ihn derzeit in München erleben dürfen. Die Tage werden kürzer, die Blätter leuchten in den schönsten Herbstfarben, und abends darf man es sich endlich richtig gemütlich machen.
Wenn ich nach Hause komme, ziehe ich sofort meine Tagesklamotten aus und werfe mich in die gemütlichen: dicke Socken, kuscheliges Sweatshirt. Dann werden alle Kerzen angezündet. Meine Lieblingskerze darf dabei natürlich nicht fehlen. Sie erinnert mich daran, wie schön das Leben ist, und verströmt einen wundervollen Duft. Derzeit und eigentlich immer ist das JOY OF LIFE: Der Duft macht sofort gute Laune, und der Lavendel darin wirkt für mich zusätzlich ausgleichend.
Warum ein Abendritual so gut tut
Mir ist dabei bewusst geworden: Das ist längst mein Abendritual. Unser Kopf liebt Wiederholungen. Wenn du abends immer dieselben Dinge in derselben Reihenfolge tust, lernt er mit der Zeit: Jetzt ist Feierabend. Dafür brauchst du keine halbe Stunde und keine große Planung. Wichtig ist nur, dass es jeden Abend gleich abläuft, am besten zur selben Zeit und am selben Platz.
Und hier kommt der Duft ins Spiel. Düfte sind eng mit unseren Erinnerungen und Gefühlen verknüpft. Wenn du jeden Abend denselben Duft anzündest, verbindet dein Kopf ihn irgendwann automatisch mit Ruhe. Für mich ist das der Moment, in dem der Tag draußen bleiben darf.
Mehr Herz, weniger Bewertung
Wenn ich abends mit meiner Kerze sitze, kreisen meine Gedanken manchmal auch um das, was dort draußen passiert. Fast täglich kommen schlechte Meldungen rein, und ich gebe ehrlich zu: Ich mache mir Sorgen. Über vieles davon haben wir als Einzelne keine Kontrolle. Aber etwas haben wir in der Hand: wie wir miteinander umgehen.
Mir ist wichtiger denn je, dass wir uns gegenseitig Liebe und Respekt schenken, für das, was jeden Einzelnen von uns einzigartig macht. Und dass wir dabei nicht in die Bewertung gehen. Denn eigentlich sehnen sich alle Menschen nach dem einen: geliebt und geachtet zu werden. Also warum fangen wir nicht einfach damit an?
Meine Idee: jeden Tag eine kleine gute Tat. Das kann ganz schlicht sein, zum Beispiel besonders freundlich zu jemandem zu sein, der es gerade offensichtlich nötig hat. Und vor allem auch zu uns selbst: nicht zu streng, nicht verurteilend. Wir dürfen mit uns genauso nachsichtig sein, wie wir es mit einer guten Freundin wären.
Für jeden Einzelnen ist das eine Kleinigkeit, vielleicht keine große Sache. Aber wenn ganz viele Menschen es tun, wird daraus eine große Sache.
Dein Mini-Ritual für heute Abend:
- Gemütliche Sachen anziehen, dicke Socken nicht vergessen.
- Lieblingskerze anzünden.
- Drei Atemzüge lang nichts tun und nur den Duft genießen.
- Überlegen: Wem kann ich morgen eine kleine Freude machen? Und wie war ich heute zu mir selbst?
Das Leben ist schön: ein Zitat mit Herz
Genau dafür steht auch der Titel dieses Beitrags. Ich lasse mir zu JOY OF LIFE immer wieder neue Zitate einfallen, und dieses Mal lautet es: „Das Leben ist schön." Es ist eine kleine Hommage an einen lieben Freund, der leider nicht mehr unter uns weilt und diesen Satz geprägt hat, weil er jede Minute seines Lebens genießen wollte und danach gelebt hat. Ein Satz, der nicht das Schwergewichtige verdrängt, sondern daran erinnert, worauf es ankommt: aufeinander zu achten und das Gute zu sehen.
Zu den Kerzen: Das Leben ist schön
Mein Lieblingsessen im Herbst
Im Herbst kochen mein Mann Alex und ich uns am liebsten Eintöpfe und dicke Suppen. Meine absolute Lieblingssuppe ist die Kürbissuppe mit Ingwer, Kokosmilch und viel Currygewürz. Anbei findest du das Rezept. Aber Achtung: Ich koche viel nach Gefühl und achte nicht immer genau auf die Mengenangaben. Bitte passt die Mengen deshalb einfach nach Bedarf an.
Kürbissuppe mit Ingwer & Kokosmilch (für 4 Portionen)
Zutaten:
- 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g), die Schale kann dranbleiben
- 2 Kartoffeln geschält und gewürfelt
- 2-3 Frühlingszwiebeln (Alternativ: 1 Zwiebel)
- 2 Knoblauchzehen
- 1 daumengroßes Stück Ingwer
- 2 EL Kokosöl zum anbraten
- 1–2 TL Currypulver, nach Geschmack auch mehr
- 1 EL rote thailändische Currypaste (je nach Geschmack)
- 600 ml Gemüsebrühe
- 400 ml Kokosmilch
- Salz, Pfeffer, 1 Spritzer Zitronen- oder Limettensaft
- Zum Servieren: Kürbiskerne, ein Klecks Kürbiskernöl, frische gehackte Frühlingszwiebeln
Zubereitung:
- Kürbis waschen, entkernen und in Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer fein hacken.
- Zwiebel in Öl glasig dünsten, Knoblauch und Ingwer kurz mitbraten, dann das Currypulver dazugeben und einen Moment anrösten, bis es duftet.
- Kürbiswürfel dazugeben, mit Brühe ablöschen und etwa 15–20 Minuten weich köcheln.
- Kokosmilch zugeben, alles fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken.
- Mit Kürbiskernen, wenig gehackte Frühlingszwiebeln und einem Klecks Kürbiskernöl servieren. Dazu schmeckt frisches Brot.
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